Wahl der Woche

In dieser Woche habe ich mich sehr über gute Gespräche gefreut, die sich nicht verlinken lassen. Aber euch sagen, hinter welchen Blogs wirklich tolle Frauen stecken – warmherzig, lustig, clever, sensibel und hilfsbereit – das kann ich tun 🙂

Da wären einmal meine üblichen Verdächtigen: Eva, Sabine, Maria, Simone, Steffi, Miri, Ingrid, Constanze und Andrea – letztere übrigens mit meinem Lieblingskleid in dieser Woche 🙂

Aber ganz besonders danke ich für viel Anregung, warme Worte und witzige Momente: Julia, Rosa, Dodo und Gretelies – schön, euch näher kennen lernen zu dürfen 🙂

Nicht unerwähnt bleiben sollen alle, die sich in den letzten Tagen so freimütig zu einem persönlichen Thema geäußert haben – ob mit, ob ohne Blog, mit grau, ohne grau: schaut in die Kommentare der letzten zwei Posts und ihr entdeckt noch mehr großartige Frauen 🙂

Dann brauche ich aber noch eure Hilfe: ich würde zu gerne einmal ein schlichtes Tageskleid der 1930er nähen. Was eine schmälere Silhouette und einen noch längeren Rock bedeutet. Da bin ich mir nicht sicher, ob es mir noch steht (auf mehr Hüfte ist die Silhouette ja nicht ausgelegt, andererseits hatten die Frauen damals ja auch nicht alle breitere Schultern als Hüften – sollte also irgendwie möglich sein). Vor vier oder fünf Jahren war das ja meine bevorzugte Zeit:

Das waren allerdings 4 kg weniger und vor allem 75B statt 70E und 92 statt 99 cm Hüftumfang. Aber zwei Kleider gäbe es, die ich mir in himbeerfarbenem Leinen vorstellen könnten (ja, Leinen, irgendwann kommt die Sommerwoche!):

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Meinungen? Ich muss mich jetzt erst einmal aus dem Bett quälen und mich schön machen, dann die Katze einer Freundin besuchen, der Brut hier im Hause eine Mahl bereiten und dann hoffentlich, hoffentlich mich so weit motivieren, dass ich einen Schnitt beginne. Anfeuerung wäre willkommen 🙂

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19 thoughts on “Wahl der Woche”

  • :-))die hüften waren auch damals schon rund und weiblich.den rest macht man nur mit konstruktionlinien, indem man die kurve praktisch fast ignoriert und bei den schulter was dazu gibt. bei kurzem durschschauen hab ich ein modell gesehen,was deinem märz(?)/april(?)-kleid sehr änlich kommt. was ich damit sagen möchte…
    du HAST schon ein kleid mit 30-er.
    schau mal:
    http://www.etsy.com/listing/150121399/vintage-1930s-dress-pattern-7142?ref=usr_faveitems

    • Ja, das ist auch Dreißiger – aber meine Version ist schon sehr Enddreißiger. Ich traue mich noch nicht so recht an die frühen Dreißiger … aber was soll’s: Leinen ist bislang ja nicht mein Lieblingsstoff und wenn es nichts wird, kann ich damit leben.
      Dein Kleid vom Link gefällt mir auch gut … grübel, grübel.
      Na, ich gehe erst das Mahl bereiten und dann schaue ich weiter 🙂

      • tja, mut zur probe!;-)
        ich ahbe mir das 40-er genäht ohne zu wissen ob mir das stehen wird ,ohne zu wissen ,dass ich mich drin wohl fühlen würde und sogar ohne besondere vorliebe (damals) für die 40-er…habe auch keine 40-er figur,dennoch…der shcnitt ist das,was entscheidend ist und nciht die figur:-)

  • So ganz spontan gefällt mir das zweite Kleid besser, wobei ich noch nicht einmal genau sagen kann, warum.

    Die Diskussion in den letzten Tagen fand ich spannend, leider fehlte mir die Zeit die Artikel bzw Kommentare ausführlich zu lesen. (in der vergangenen Woche trafen ein krankes Kind, ein Kindergeburtstag und mehrere Sonderschichten auf Arbeit wegen Kollektionsschluss aufeinander. Keine ideale Kombination ;))
    Ich hofffe darauf, dass die nächste Woche besser wird und ich Zeit zum nachlesen finde.

  • @SewingGalaxy
    Die Auswahl der Models nicht zu vergessen. Für jede Silhouette, die man idealisieren möchte, finden sich Models oder Schauspielerinnen, die diese naturgegeben, antrainiert oder erhungert verkörpern. Natürlich nie so pointiert wie in Modezeichnungen, aber wenn ich mir ansehe, was in den letzten ein, zwei Jahren über die Laufstege läuft … da sind wir nicht mehr weit weg von den beiden Skizzen oben. Bei manchen Fotos wundert man sich, wie so schmale Hüften noch anatomisch möglich sind (oder ob gar Photoshop im Einsatz war 😉 ).

    Interessanterweise haben sich die weiblichen Maßverhältnisse seit Beginn der Messungen wohl sogar in Richtung androgyner, also schmalhüftiger, verändert, aber das ist nur der Durchschnitt und ein paar mm bzw. cm hin oder her. Die Streuung enthält gestern wie heute alle Spielarten von Weiblichkeit. Und an denen sollten wir uns erfreuen! Zuzüglich der weiblichen Wohlstandsrundungen (nein, ich meine jetzt NICHT! die 7cm Hüftzuschlag), die gehäuft tatsächlich ein Phänomen der letzten Jahrzehnte sind, aber auch sehr reizvoll sein können.

    Ich plädiere für Modell 2, da mir die Puffärmel von Modell 1 zu trachtig sind. Die Schluppe stellt sich mein geistiges Auge gerade als Organza im Farbton des Kleiderleinens vor.

    Den Godetrock finde ich übrigens überaus kleidsam, gefällt mir an Dir noch besser als die Stiftröcke. Die ganze Kombination ist sehr schön, auch in der Farbe!

    Viele Grüße
    Ursula

    • @Ursula,
      bei solchen modelle dorientiere ich mich an alten fotos eher,als an den models aus zeitschriften, magazinen oder filmstars…
      meine aussage bezog sich auf reale frauen mit realen massen.
      sowohl michou als auch ich haben eh retro masse.

      • Dass gerade Du sehr genau hinschaust, ist mir klar. Und wie viel die kleinen Variationen in der Linienführung für die Wirkung eines Modells ausmachen, hast Du mit dem PanAm-Jäckchen-Schnitt ja sehr eindrucksvoll dokumentiert!

        Natürlich wird die Silhouette des realen Körpers immer durch die Silhouette des Kleides überformt – aber die überpointierten, scheinrealen Bilder überformen gleichzeitig unsere Vorstellung, selbst wenn wir die Realität kognitiv genau kennen und die realen Maße eigentlich wunderbar sind (und das sind sie bei Euch beiden auf jeden Fall, retro oder nicht).

        Ich glaube, ich schweife ab 😉 …

        Viele Grüße
        Ursula

        • aber meiner meinung nach hatten doch auch die frauen damals normale figuren? wenn ich mir alte fotos anschaue (zum beispiel familienfotos) dann sehe ich frauen mit rundungen. nichts schmale hüfte. und taille hatten viele ja auch nur mehr, weil sie die richtige unterwäsche trugen und sich schnürten. meine mama hat sich die taille immer geschnürt. bauch rein, brust raus war an der tagesordnung.
          aber ich bin ja auch kein verfechter des richtig authentischen retrolooks. das wäre mir zu anstrengend und würde auch nicht in meinen alltag hineinpassen.
          wie du schon sagtest , man kann viel mt dem schnitt modellieren und probieren geht über studieren 😉
          es ist sowieso ein unding, dass ein paar modeleute einfach mal so entscheiden, welche figur modern ist. gerade als mutter von 3 töchtern empfinde ich es als sehr befremdlich und auch lebensgefährlich. das thema figur ist hier täglich allgegenwärtig und ich muss mich damit jeden tag mit der großen tochter auseinandersetzten.

  • das 2. kleid bitte. und los, los ran den zeichentisch!

    und danke für dein kompliment. ich mag mein kleid auch..und nach ein paar geringfügigen änderungen das nächste dann noch mehr.

  • Definitiv das Zweite. Es ist sportlicher und trotzdem Elegant. Das Erste ist etwas bieder, sieht so nach braver Hausfrau aus.
    Das Kleid was sewing galaxie vorgeschlagen hat ist auch sehr schön, aber nicht unbedingt für Leinen geeignet. Ich würde es mit langen Ärmel aus einem leichten Wollstoff nähen.
    Gruß Ursula (II.)

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