ZKJ – Eichhörnchen

Konkret: Mühsam ernährt es sich, das Eichhörnchen. Nach wie vor stimmte etwas an meinem Grundschnitt nicht, eine Kleinigkeit wahrscheinlich, aber eine wichtige. Derlei Basteleien verhindern, dass etwas Tragbares zustande kommt. Auch die Tatsache, dass ich den April alles andere als inspirierend empfand, half nicht, ein Kleid zu entwerfen. Eines hatte ich, mehr oder minder sogar fertig gestellt, allerdings muss ich noch mal trennen und den Rücken massiv kürzen und enger nähen und darauf habe ich keine Lust. Gar keine.

Dann tauchte in der letzten Woche dieses Bild auf:

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Hat alles, was ich an meinen Kleidern mag: Miederteil, Raffungen, mässig weiten Rock. Mit sehr viel Mut – Grundschnitt ist nur halb getestet und meine besten Nähmädels haben am Samstag ja erleben können, wohin sowas führen kann – habe ich mich am Sonntag daran gegeben, einen ähnlichen Schnitt zu zeichnen. Besser: ich habe damit begonnen. Gestern war ich mit dem Aufräumen zweier Schweineställe beschäftigt; unsere Söhne nennen sie Kinderzimmer. Immerhin haben sie tapfer mitgearbeitet. Was mich zwar zufrieden stellte, aber meinem Schnitt nicht weiter half. Heute vormittag dann saß ich mit widerlichen Halsschmerzen und Fieber am Tisch und malte weiter. Immerhin: damit bin ich fertig, Stoff ist auch gewaschen und in 2 Minuten fahre ich los, den Großen einzukassieren und um im Hobbymarkt Geld, passendes Garn und Fotokarton zu besorgen. Beweisbilder vom fleißigen Vormittag gibt es auch:

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Und noch einmal ohne Katze:

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Ja, hahaha, wer das geglaubt hat, hat keine Katze im Haus. Wenn sie schon mal dabei ist, dann bleibt sie auch. Also fahre ich jetzt …

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18 thoughts on “ZKJ – Eichhörnchen”

  • Das Kleid ist und WIRD ein Traum.

    Aber bitte, bitte sage mir,dass es diesen Stoff unter der Katze noch irgendwo zu kaufen gibt. Was für ein traumhafter Print.

    Grüßle Steffi

    • Schatzi, jetzt habe ich eine halbe Stunde alle meine Stoffgeschäftekonten, meine Mails und Posts durchgeflogen. Er war von Stoffe Hemmers, ist allerdings nicht mehr im Angebot – ich glaube, dass war ein Reststoff …

      • Ach Du bist ein Schatz. Es is grad sooo schwer “schöne” vintagetaugliche Blumenprints zu bekommen. Bin grad schon am Überlegen ob ich am WE ne Weltreise nach Frankfurt antrete … muss dringend mal auf nen Stoffmarkt.

  • Dann komm’ schnell wieder und bastel weiter an dem Schnitt!
    Ich finde das Kleid ganz zauberhaft und würde es sooooo gern an dir sehen.
    Gutes Gelingen wünsch ich Dir!
    Bettina

    • Du weißt aber schon, dass ich den Schnitt vereinfache und ich sowieso nie so wie die Dame oben in einem Kleid aussähe – ich kann ja mal fragen, ob die Jungs sich unter den Tisch setzen und mit einem Fön pusen würden … 😉

  • Das ist wirklich ein wunderschönes Kleid, was du da mal wieder vorhast. Und das ist eine sehr hübsche Katze, die sich da das Heim mit dir teilt. 🙂

    Haha, das mit den Katzen kenne ich! 🙂 Sie sind mir auch immer zur Hand, wenn ich sie benötige und stehen mir unermüdlich zur Seite, wenn es ans Nähen geht. Dabei sind sie sich für keine Tätigkeit zu schade. Ihre Lieblingsarbeiten sind aber definitiv das Schnitt abpausen und das Stoff zuschneiden!

    • Das ist Minusch, die dünnste Katze der Welt würde ich mal vermuten. Wenn sie auch mehr auf den Herrn des Hauses steht: sobald ich “Mädchendinge” erledige, ist sie sofort dabei. Schnittpapier und Stoff auf dem Tisch ist das Größte; am liebsten liegt sie dann in einem halben Meter Entfernung darauf und schaut mich so glücklich-verschwörerisch an.
      Momo hingegen, die runde Schwarze, schläft währenddessen am liebsten weit weg von all dem. Wenn ich nichts auf dem Tisch zu liegen habe, dann streiten sie sich um den Platz auf der Nähmaschine. Schneiderkatzen irgendwie 🙂

  • Uiuiui, die Vorfreude auf das Kleid steigt hier gerade ins Unendliche! Da sich bei mir Mangels wahlweise der Schnitte, Stoffe und Zeit gerade gaaaaaanz wenig tut, ernähre ich mich emotional von andrer Leuts Berichten 😉
    Also husch husch Minusch, runter vom Stoff, Michou muss arbeiten 🙂

    Lieben Gruß,
    Cati (Daumen drückend für Vorhaben und Inspiration)

  • Ach ich hatte gestern das Vergnügen einen Schweinestall aufzuräumen. Mit 4 hält sich die Mithilfe noch in Grenzen. Allerdings hat sie es in Minutenschnelle mit ihrer Freundin geschafft den Schweinestall wieder herzustellen. Heuete habe ich einfach die Tür zu gemacht. Aus den Augen aus dem Sinn.
    Das Kleid kann ich mir an dir ganz wunderbarst vorstellen. Ich drücke die Daumen das du den Schnitt besiegst. Ein bisschen hast du mich ja mit der Oberteilkonstruktion jetzt auf den Geschmack gebracht. Wenn ich Zeit hätte….. und keine Schweineställe ; ).
    Viele liebe Grüße und gute Besserung.
    Arlett

  • Genauso etwas schwebte mir für den Blumenstoff vor, nur ein etwas grosszügiger Aussschnitt 😉
    Ich wünsche dir auch mal gute Besserung, damit das Kleid noch im April fertig werden kann.

  • Schweineställe gehören ignoriert, denn sie aufzuräumen ist höhst frustrierend für alle beteiligten … außerdem wird jeder Mathematiker sagen dass am Ende eh Chaos gewinnen wird der Klügere (hier: Mutter) gibt nach ;-).
    Auf das Kleid bin ich sehr gespannt (Muster, sage ich da als Begründung).
    Und gute Besserung wünsche ich! Lass Dich morgen von der Sonne verwöhnen (ich hoffe zumindest dass die Wettervorhersage stimmt).
    Grüße
    (verklausulierte?!) Joanna

  • Zum Thema Schweinestall, dem Vergnügen, sie auszumisten und der Fähigkeit, ihre Anwesenheit zu ignorieren:

    Erste Erkenntnis ist, je älter die Kinder (Jungs?), umso schlimmer der Dreck.
    Zweite Erkenntnis muss sein, dass es offenbar schon jetzt keine angedrohte Maßnahme mehr gibt, die sie dazu bringt, Ordnung – in einem sehr großzügigen Sinne ausgelegt – herzustellen oder zu erhalten.

    Aber beide Zimmer sahen so elend aus, dass selbst jemand, der an den nur zentimeterbreit geöffneten Türen vorbeikam und einen Blick von einer Hundertstel Sekunde mit zufällig umherschweifendem Auge von dem Zustand dahinter erhaschte, vom schlechten Karma unserer Wohnstatt überzeugt war. Mir zumindest ging es schlecht.

    Dritte Erkenntnis: Drohe mit allem – Mutter zieht aus, morgen früh! Essen und Trinken erst, wenn wir fertig sind! Ich kann auch ohne Bitte, Danke, Sei so gut! – und setze dich mit dazu und kommandiere, was wie wohin zu gehören hat. Im schlimmesten Fall – Lennys Saustall – leere jede Kiste aus, so dass das Zimmer nicht mehr betretbar ist.

    Erstaunlich: von halbdrei bis halbsieben haben beide Jungs sehr tapfer durchgehalten und waren hinterher stolz wie Oskar. Ich war vollkommen gerädert, denn natürlich packte ich mit an. Und wenn ich euch verrate, so ganz unter uns, dass wir auch dem Zimmer des Großen 5 (Fünf!!) Säcke Müll heraus trugen …. das sollte immerhin zehn Tage besseres Karma bringen.

    • ehrlicherweise – mein gestriger Kommentar war eher aus der Kategorie “Wunschdenken”. Ich hätte gerne diese vernünftige und lässige Einstellung die ich präsentiert hatte – manchmal gelingt es mir, aber leider nicht immer. Dann gibt es Krach, Tränen (meist meine) und es wird aufgeräumt (wahlweise alle Familienmitglieder), bis zum nächsten Mal. Und dass beide Zimmer gleichzeitig aufgeräumt sind, das gibt es nie. Dazu kommt noch Schreibtisch des Gatten … vielleicht soll ich doch ausziehen? 😉

      Grüße
      von der einsamen joanna, da Rest der Familie ist jetzt ziemlich schwarz-gelb

      • Wir beiden würden sehr schön zusammen leben können … außer vielleicht gerade jetzt, lieber Saustallkinderzimmer als bakterienverseuchte Mitbewohnerin 😉

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