Zweiter Teil MMM

Vollkommen verfroren saß ich nach dem Mittagessen neben den Kindern am Tisch. Und da die beiden mich zur Zeit gar nicht mehr zu benötigen scheinen (Top Agents – nach wie vor! Hinter geschlossenen Türen!), habe ich mir ein heißes Wannenbad gegönnt. Am hellichten Tag! Herrlich dekadent, nicht wahr?
Damit hat die Jeans für heute ausgedient. Aber auch mit dem Glockenrock ist es eindeutig: Das eine Kilo muss weg! Wie verzichtet man nur auf Süßes? 🙂

Wieder von unten nach oben:
Glockenrock aus einem karierten Wollgemisch. Für die warme Jahreszeit werde ich noch einmal einen zuschneiden, denke ich.
Pulli aus mintgrüner Filatura di Crosa Zarina; kuschelweich, nicht ganz meine Farbe, sitzt auch knapper jetzt … 😉

Jetzt noch schnell zu den gestrigen Beiträgen bzw. Kommentaren: Der Rock sei auf Höhe des Pos zu eng. Da musste ich ja erst einmal schlucken, so neu ist das für mich. Hier ist ja nie etwas zu eng, irgendwie. Und genau da liegt wohl auch meine Schwierigkeit: meine Figur hat sich irgendwie verändert, unabhängig vom Gewicht. Heut bin ich wahrhaftig einmal zu ZARA gegangen. Mit dem Ziel, Hosen zu probieren. Laut hauseigener Maßtabelle müsste ich in die 38 passen – mit ein wenig Zwang an der Hüfte, die gerne 3 cm mehr hätte. Aber es stoppt im Grunde schon an meinen nicht vorhandenen Waden. 40 ist hingegen passend. Wenn ich damit leben könnte, dass es an der Taille stark absteht. Kann ich nicht, bin vom Nähen verwöhnter als gedacht. Worauf ich aber eigentlich hinaus will, ist folgendes: Ich hatte nun also eine schmale/enge blaue Hose an und sah in den kilometerweit entfernten Spiegel. Und stellte fest, dass meine Hüfte zwar hoch sein mag, der stärkste Punkt dabei aber doch etwa auf Höhe meines Pos war – gut, alle engeren Kleidungsstück vestärken den Effekt bei mir, aber da hat sich etwas an mir verändert. Früher einmal lief ich von oben nach unten ziemlich gerade zu:-) Insofern macht euer Einwand noch mehr Sinn.
Nur: wie ich damit umgehen soll, weiß ich noch nicht. Denn immer, wenn ich einen Rock mit mehr Platz zuschneide, kommt ganz schnell wieder ein Spießigkeitsgefühl hoch, denn meine Pokontur verschwindet dann sofort und komplett: mehr als eine herunter hängende Stofffläche habe ich dann nicht zu bieten. Das Mittelmaß ist kaum zu finden.

Oder ähm, halt, doch: DAS EINE KILO MUSS RUNTER! ;-D

Zum Stoff: neebäh, den mag ich wirklich nicht mehr. Ich habe auch keine Ahnung, was man daraus überhaupt hätte nähen können: leichter Stretchanteil, dehnt sich aber irgendwie unkalkulierbar, fällt nicht schön, ist aber auch nicht fest genug für eine Jacke, knittert wie Wutz und lässt alles durchscheinen. Dazu kommt, dass der Metallreißverschluss nicht geschlossen bleibt: das Häkchen zum Festhalten. Weg mit Schaden! Den Schnitt aber mag ich eigentlich, da wird noch einmal in einem fließenderen Stoff dran gearbeitet. Erinnert mich in Länge und Form sehr an die Dreißiger.

Zu der Hosenfrage: sehr geteilt waren die Antworten. Und ich könnte wetten, dass das auch von der eigenen Paßformkompatibilität herrührt 😉 Es gibt einfach Körperformen, die mit dem Katzenbart leben müssen. Und wie so klug angemerkt wurde: ohne Falten geht es wohl bei den wenigsten. Auf den Laufstegen habe ich vor allem Max Mara als Hosenmeister erkannt. Ansonsten … nun ja.



10 thoughts on “Zweiter Teil MMM”

  • Das ist einfach Dein Stil ! Die Rockform steht Dir einfach gut und der Pulli paßt perfekt dazu – auch die Farbe.
    Jetzt aber nochmal zu deinem Rockproblem. Du mußt nicht viel in der Hüftweite dazu geben. Bei mir machen 0,5 – 1 cm mehr den Unterschied. Näh Dir doch mal einen Proberock aus Nessel. Was ganz klassisches, gerades und spiel ein bißchen mit den Weiten, bis Du dein perfektes Hüftmaß hast.
    Ach was ich Dich noch fragen wollte, das Buch “Schnittkonstruktion für Damenmode” das man im Bild sah – lohnt das ? Ich liebäugle auch damit…

    Liebe Grüße
    Eva

  • toll siehst du im rock aus!!!
    zu deinem hosenproblem: ich habe während des studiums auch meine professorin genervt- wegen des katzenbartes. sie meinte aber, dass da IMMER leichte falte sein werden, und je enger die hose, desto ausgeprägter. also mach dich nicht zu verrückt.
    lg,andrea

  • ich schliesse mich meinen vor-schreiberinnen an: was du in dem foto an hast, steht dir wirklich gut.
    hast du eigentlich schon einmal nach schnitten von vogue patterns genaeht?
    auf deren internet-seite stehen rechts des modell-fotos auch immer informationen, fuer welche figuren-typen welches modell geeignet ist (“about figure flattering”). zum beispiel hier:
    also: dreieick – breite hueften; auf der spitze stehendes dreieck – breite schultern; zwei mit den spitzen aufeinandertreffende dreiecke – schmale taille; rechteck – ohne ausgepraegte taille.

  • also ich glaub auch, Du guckst mir falschen Gedanken in den Spiegel,
    das sieht doch gut aus und wenn Dich das 1 kg wirklich so stört.. erstmal
    positiv denken, mit Zwang purzeln die kg’schen langsamer, Karotten, Aepfel und die Süssigkeiten als Feind betrachten, Kopf hoch, das wird schon..
    neblige Grüsse vom Bodensee…Christa

  • Hier auch: Topagenten hoch im Kurs (leider reicht die Spielruhe noch nicht für ein gemütliches Bad) und Hosenproblem (Taille zu weit, Hüfte zu eng; Lösung: Hosen allgemein vermeiden!), sowie Figurveränderung Richtung Bauch (Lösung: abnehmen auf den Frühling verschieben).
    Ansonsten: wirklich toller Pulli – klasse Farbe!

    Lieb Grüße!
    Christel

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