Zwischen Sack und Pelle

Ich denke, ich habe ein Mittelding zwischen beiden Möglichkeiten getroffen: ich habe dem wilden Blumenrock insgesamt zwei Zentimeter Weite an Taille und Hüfte herausoperiert und am Saum satte sechs. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man das auf meinen Bildern erkennen kann; es ist vielleicht mehr ein Ding des Spüren und Tragens und somit schlecht abbildbar.
Was ich mir für die nächsten Röcke aber doch noch einmal überlege, das ist eine geformte hintere Mittelnaht. Dazu rieten einige von euch aus eigener Erfahrung und in meinen Bleistiftrockhochzeiten habe ich damit auch experimentiert. Auch Beates Idee, das Vorderteil einfach mit weichen Falten zu versehen, gefällt mir. Wir werden sehen; ich befinde mich nach wie vor in einer Zeit des Suchens und hoffentlich Findens.

Zu diesem Suchen und Finden trägt auch der modische Zeitgeist bei, der längst nicht mehr so viele und so hohe Schuhe zeigt, sondern zunehmend flaches und bequemes. Das trifft sich hervorragend mit meinem aktuellen Bedürfnis nach mehr Bodenhaftung, schnellerer Fluchtmöglichkeit und neuer Sicht auf meinen Körper.

 

0646

 

So ganz lässt es mir ja keine Ruhe: könnte ich doch noch einen anderen Fotoplatz im Haus finden? Mit viel Licht sieht ja alles gleich viel cooler aus. Oder undeutlicher. Also bin ich vorerst wieder zurück ins Wohnzimmer zwischen Nähschrank und Katzenaussichtsturm – was thematisch ja besser passt als die Küche. Und da dürft ihr sehen, wie klein und weniger schlank ich ohne hohe Schuhe bin:

 

0650

 

Gut, ein klein wenig größer bin ich schon, wenn ich mich nicht anlehne und die Beine von mir strecke, aber ist es nicht immer wieder verblüffend, was Schuhe ausmachen? So, in dieser kompakteren Laufversion meiner selbst, bin ich mir zwar noch etwas fremd, aber irgendwie mag ich es. Es fühlt sich in der Bewegung einfach gut an und was soll ich ständig kaschieren, was doch nun mal geschieht: ich werde gerader. Die Hüften werden mit etwas Glück schmäler (ha, zwei Zentimeter, der Wahnsinn!), die Taille breiter (trotz Verlust von 4 Kilo gleich geblieben) und der Oberkörper irgendwie weicher. Das macht das Kaufen fertiger Kleidung ein wenig leichter. Was ich – politisch nur semikorrekt – genieße. Im Rahmen. Huch, ich mäandere, was wollte ich sagen? Turnschuhe hurra! Von Zeit zu Zeit.

 

0657

 

Was ich nicht finden konnte, das sind lockere Shirts in weiß-blau gestreift. Alles ist entweder schwarz-weiß oder nebenweiß-marine und dazu schmal geschnitten. Das finde ich von hinten suboptimal, aber herrje, damit muss die Welt klar kommen, ich sehe es eher selten. Erstaunlich ist aber, dass ich auf diesen Bilder meine Seitenansicht lieber mag als die Rückseite – das ist ein Novum. Ah, ich verliere mich schon wieder. Es ist gar nicht so leicht, wieder in den Alltag zurück zu kehren. Was wollte ich sagen? Ahja, zum Vergleich noch einmal schnell mit der selben Bluse und den selben Schuhe wie bei der ersten Version des Rockes:

 

0662

 

Der Reißverschluss lässt sich übrigens nicht von unten öffnen, sicher ist sicher.

 

0663

 

Was zehn Zentimeter doch für einen Unterschied machen. Jetzt fehlen mir zu diesem Rock noch passende Oberteile, die entspannter und schmeichelner daher kommen. Außerdem habe ich einen blauen Kunstlederstretch, von dem ich denke, ihm stünde der Schnitt auch ganz gut. Oder?

(Das ist heute ein wenig kontrastbloggen und zwei Beiträge an einem Tag: das schlaucht ja doch. Ich gehe jetzt Schlaf nachholen. Dringend!)

Diese Beiträge könnten dich interessieren:



8 thoughts on “Zwischen Sack und Pelle”

  • Gefällt mir so viel besser! Sowohl die Veränderungen am Rock, als auch die sportlichen Schuhe dazu. Das Oberteil das Frau Machwerk beim letzten MMM zeigte, könnte ich mir gut zu dem schmalen Rock vorstellen.
    LG
    Martina

    • Naja, da hilft sicher auch das Muster und die Tatsache, dass der Rock noch immer nicht eng, sondern nur schmal ist 😀
      Danke auch für deine Zustimmung heute morgen 🙂

  • da dürfte ich ja gar keine flachen schuhe tragen ;-P
    ich bin immer noch hin und weg vom stoff! und ja – so kräftige muster sind eine prima camouflage – sollte man sich zunutze machen….
    die besten ringelshirts gibt´s von der russischen marine – im army-shop bzw. versand. und da herrengrössen dürften sie bei dir locker sitzen – ich trage die S – ist bei mir schmal bei 110 OW.
    schön substanzieller jersey – da zeichnet sich nur wenig ab.
    xxxxx

    • Das ist ja mal ein toller Tipp, da werde ich mal schauen, danke 🙂
      Mein ewiges Leid ist ja, dass ich einfach nicht normal vor einer Kamera stehen kann und alles immer irgendwie seltsam und merkwürdig aussieht … da hilft nicht mal der wilde Stoff 😀

  • das sieht ja so frisch aus! Gefällt mir ausgezeichnet! Und zu flachen Schuhen kennst Du meine Meinung ja :-). (obwohl ich – Tatsache – mittlerweile welche mit 6 cm Absatz auch vertrage, aber nicht allzu oft)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Einverstanden

Please leave these two fields as-is:

Protected by Invisible Defender. Showed 403 to 541.528 bad guys.