Zwischen Vintage und Moderne / Mustermix

Noch ganz hübsch scheußlich da draußen, windig, grau und nass. Aber wir wissen es besser, der Frühling lauert in den Hecken. Darauf muss man sich vorbereiten, richtig? Heißt: Nähen. Röcke, Blusen, Tops. Habe ich getan.

Und weil ich Mustermix liebe und die Karobluse nicht schön genug hatte fotografieren können beim ersten Angang, muss sie mit aufs Bild. Mag sein, das Schicksal blüht ihr noch einige Male. Make your wardrobe work. Habe ich das falsch verstanden? Sicher nicht.

 

 

Den Schnitt habe ich vor langen Jahren – so will mir scheinen – erstellt. Und dann noch einmal neu konstruiert, als ich zunahm. Und eigentlich sollte der Rock schmal fallen mit vier definierten Falten. Da allerdings machte dieser Stoff nicht mit. Es ist ein relativ dicker Baumwollstretchbengalin, der sich überhaupt nicht für das Bügeleisen interessiert. Wie eine besessene habe ich die Falten also bedämpft und geplättet, habe mich mit aller Kraft darauf gestützt, habe es einmal, zweimal, dreimal getan, beiseitegelegt, von vorne begonnen – das ist das Ergebnis. Eindrucksvoll, in der Tat.

 

 

Am Hüftbogen kann man es vielleicht erkennen: Der ist für die schmale Linie geformt und steht nun etwas zu weit ab – was mich noch breiter macht, als ich gerade bin. Aber das bringt mich auf die Idee, diesen Schnitt in einer zweiten Variante zu nutzen: Ohne eingebügelte Falten, mit etwas Mehrweite am Saum und gerader Seitenlinie. Ich habe mir diesen Stoff nämlich noch einmal bestellt, um die Innenseite zu einem weiteren Rock zu verarbeiten. Die ist nämlich, wie erstaunlich, blau auf weiß.

 

 

Ha, guck, wenn ich nämlich die Hände in die Hüften stemme, bin ich rundum zwei Zentimeter schlanker! Ja, ha! (Nein, ich bin noch immer nicht zufrieden mit mir, was einfach an der Gesamtlage liegt und nicht an den läppischen zwei oder drei Kilo, die sich ja grundsätzlich nicht auf meine dünnen Beine legen.)

 

 

Macht jetzt von hinten nicht unbedingt schlanker, aber das stört wohl nur jemanden, der hinter mir geht.

 

 

Aber so im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden und denke, der Frühling muss sich nicht länger verstecken, er darf gerne vorkommen und mich zu weiteren Taten anregen. Gerne jetzt sofort!

Es ist Dienstag, natürlich trage ich mich beim Creadienstag ein und auch beim Dings vom Dienstag.

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8 thoughts on “Zwischen Vintage und Moderne / Mustermix”

    • Die Lippen sind sogar sehr rot, aber ich habe das Gegenlicht ordentlich aufhellen müssen, damit man was erkennt – bisschen Schwund ist dann ja immer. Schmäleres Oberteil – nicht mit langen Armen vorhanden zur Zeit. Liegt auch daran, dass mir das gerade nicht gefällt, solange ich um Bauch und Hüfte so deutlich mehr als sonst habe. Oben herum nehme ich nämlich nicht wirklich zu und dann ist mir der Unterschied einfach zu mächtig.

  • Oder die Falten ein bissl weiter zusteppen? So dass die unter der Hüfte aufspringen? Und schmaleres Oberteil. Die Stoffe sind beide sehr hübsch – magst Du mir die Stoffquelle verraten?
    LG
    Martina

    • Weiter zusteppen wird dann aber schnell zu warm, wenn es mal wird 🙂 Und dann müsste ich doch an die zu weite Hüftkurve ran, die wird dann ein hohles Eigenleben führen.
      Der Stoff für den Rock stammt von Driessenstoffen aus Holland, aber woher der Blusenstoff stammt, ich weiß es nicht mehr. Der allerdings lag nun auch anderthalb Jahre bei mir herum.

  • Servus Andrea!
    Du meinst, der Frühling muss sich nicht länger verstecken. Ich meine, du musst dich nicht verstecken. Erst heute habe ich einen tollen Spruch gelesen: Lebst du schon oder erfüllst du noch Erwartungen? Die einzig richte Antwort: Lebe! In diesem Sinne vielen Dank fürs Verlinken beim DvD und liebe Grüße
    ELFi

    • Ich befürchte, ich hänge in der Mitte fest: Es stapelt sich die Bügelwäsche, aber noch verbringe ich die Zeit mit einem schlechten Gewissen 😀
      Vielen Dank, du Liebe!

  • ich mag es so wie auf den Bildern zu sehen ist. Mit diesem Oberteil. Und der Mustermix ist richtig gelungen. Mag ich, mag ich, mag ich. Sehr.
    Wenn ich der Frühling wäre …

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